• 09.03.26
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Der Verwaltungsmonitor kommt! Neues Studienvorhaben zusammen mit ÖFIT

Wie erlebt die Verwaltung ihre eigene Digitalisierung? Gemeinsam mit Fraunhofer FOKUS/ÖFIT starten wir die Pilotstudie zum Verwaltungsmonitor – und fragen genau dort nach, wo es drauf ankommt.

Bild von Theresa Amberger

Theresa Amberger

Head of Research

Ann Cathrin Riedel

Geschäftsführerin

Wie steht es wirklich um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung? Diese Frage stellen sich viele – Bürger:innen, Unternehmen und politische Entscheidungsträger:innen. Doch eine Perspektive kommt in der öffentlichen Debatte bislang zu kurz: die der Menschen, die Verwaltungsdigitalisierung jeden Tag von innen erleben.

Genau das wollen wir ändern.

Was ist der Verwaltungsmonitor?

NExT führt in diesem Jahr gemeinsam mit dem ÖFIT – Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) von Fraunhofer FOKUS die Pilotstudie zum Verwaltungsmonitor durch. Ermöglicht wird das Vorhaben durch die Förderung des IT-Planungsrats/FITKO und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.

Der Verwaltungsmonitor ist eine systematische Befragung von Verwaltungsmitarbeitenden – auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. Unser Ziel: ein realistisches, differenziertes Bild davon zu zeichnen, wo die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung steht, wo es hakt und was gebraucht wird, damit sie wirklich gelingt.

Warum die Innenperspektive?

Studien zur digitalen Verwaltung gibt es viele. Die meisten messen Digitalisierung aus der Außenperspektive – durch Nutzungsdaten, Bürgerinnen- und Bürgerbefragungen oder Unternehmensumfragen. Das ist wertvoll. Aber es reicht nicht.

Wer weiß besser als die Sachbearbeiterin, der Projektleiter oder die IT-Verantwortliche in einer Behörde, wo die eigentlichen Bremsklötze liegen? Welche Prozesse sich nicht digitalisieren lassen, weil die Rechtsgrundlage fehlt? Wo technische Lösungen vorhanden sind, aber nicht genutzt werden – und warum? Welche Unterstützung fehlt, um Veränderungen wirklich umzusetzen?

Der Verwaltungsmonitor fragt deshalb direkt dort nach, wo Digitalisierung gemacht wird: bei den Menschen in der Verwaltung selbst.

Erster Schritt: Workshop beim Digitalen Staat

Den Auftakt haben wir bereits gemacht. Beim Digitalen Staat haben wir in einem Workshop gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeitenden aus Bund, Ländern und Kommunen unsere Themen und Fragestellungen geschärft. Vertreten waren sowohl Führungskräfte als auch Menschen aus der operativen Projektarbeit – eine Mischung, die für den Ansatz des Monitors charakteristisch ist und die Vielfalt der Verwaltungsrealität widerspiegelt.

Das Feedback aus dem Workshop war wertvoll und wird direkt in die Konzeption der Studie einfließen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Was kommt als Nächstes?

Im Sommer 2025 startet die Feldphase. Dann werden wir möglichst viele Menschen in der Verwaltung mit einem strukturierten Fragebogen erreichen wollen – quer durch Hierarchieebenen, Fachbereiche und föderale Ebenen.

Die Ergebnisse sollen kein Selbstzweck sein. Mit dem Verwaltungsmonitor wollen wir eine evidenzbasierte Grundlage für politische und organisatorische Entscheidungen schaffen – und der Verwaltung selbst einen Spiegel vorhalten, der zur Reflexion und Verbesserung einlädt.