Rückblick auf unsere Studienvorstellung – Was passiert, wenn Verwaltung aufhört, Lösungen mehrfach zu bauen?
Dieser Frage sind wir gestern bei unserer ersten analogen und öffentlichen Veranstaltung im BASECAMP nachgegangen. Grundlage für die Diskussion war unsere neue Studie „Nachnutzung in der öffentlichen Verwaltung“, verantwortet und geschrieben von Theresa Amberger in Zusammenarbeit mit Nils Vogel.

Foto: Henrik Andree
Deutlich wurde: Digitalisierung bleibt ein Teamsport. Alle, die in der Verwaltung arbeiten, sind Teil des „Team Staat“. Damit Nachnutzung in der Praxis funktioniert, muss sie von allen mitgedacht und aktiv umgesetzt werden. Ein zentraler Hebel dafür ist Verbindlichkeit: Zunächst sollte immer geprüft werden, welche Lösungen – ob technisch oder nicht-technisch (wie bspw. Methoden oder Konzepte) – bereits existieren.
Um vorhandene Lösungen sichtbar zu machen, spielen geeignete Plattformen eine wichtige Rolle. Ebenso entscheidend ist es, Verwaltungsangebote durch passende Kommunikationsmaßnahmen zu begleiten. Denn ohne diese geschieht die Nachnutzung häufig eher zufällig als systematisch.

Fotos: Henrik Andree
Wir haben uns besonders über die positiven Rückmeldungen zur Studie gefreut. Hervorgehoben wurde, dass sie mehr Transparenz darüber schafft, welche Ansätze zur Nachnutzung bereits existieren und wie diese umgesetzt werden. Diese Transparenz ist eine wichtige Grundlage, um gezielt nachsteuern zu können. Denn darin herrschte große Einigkeit: Steuerung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für gelingende Nachnutzung.
Ein großer Dank gilt unseren Panelist:innen Ralph Brinkhaus, Dr. Dominik Böllhoff, André Göbel, Zehra Öztürk und Martina Nolte, M. A., für die offene und vielfältige Diskussion. Ebenso danken wir unserem Vorstandsmitglied Dr. Astrid Schumacher, die in den Abend eingeleitet hat, sowie unserer Geschäftsführerin Ann Cathrin Riedel für die Moderation des Abends. Unser Dank geht auch an das Team der Geschäftsstelle für die Organisation der Veranstaltung sowie an alle Gäste für ihr Interesse und den Austausch.
Die Studie wurde durch eine Förderung des IT-Planungsrats in Zusammenarbeit mit der FITKO (Föderale IT-Kooperation) ermöglicht.


Fotos: Henrik Andree