Community-Manager:innen-Treffen in Berlin

Treffen der Community Manager in Berlin, Bild der Teilnehmer

Austausch mit Community-Manager:innen der öffentlichen Verwaltung

Dabei wurde einmal mehr deutlich, welchen Mehrwert Netzwerkarbeit für die Verwaltung bringt: Durch Vernetzung werden Wissenstransfer, vertrauensvolle Zusammenarbeit und neue Impulse gestärkt. Netzwerke sind ein entscheidender Motor für Austausch, Innovation und gemeinsames Weiterkommen in der digitalen Verwaltungstransformation.

Vielen Dank an Janou Feikens vom Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS), Franziska Harder und Francesca von der KGSt, Marcel-Dennis Mania vom Bundesverwaltungsamt (BVA) sowie an die digital zugeschalteten Kolleg*innen Stefanie Metelmann, Verena Stumpf, Vitus Kellerer und Felix Appel von der BayKommun für die spannenden und gewinnbringenden Gespräche.

Gemeinsam gestalten wir eine vernetzte Verwaltung, die voneinander lernt und gemeinsam wächst.

Startschuss für den InfoSec Impact Award 2026

Info Sec Impact Award Template Startschuss

Nach einem erfolgreichen Auftakt und der Verleihung des InfoSec Impact Awards beim Digitalen Staat im Frühjahr 2025 starten der NExT e.V. und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) jetzt die zweite Runde des InfoSec Impact Awards. Auf der NExT-Herbstkonferenz vergangene Woche haben Ann Cathrin Riedel, Dr. Astrid Schumacher und Melike Geyik den offiziellen Startschuss gegeben.

Ab sofort können Einreichungen bis zum 15. Januar 2026 eingereicht werden. Ausgezeichnet werden erneut innovative Projekte, die zeigen, wie man Informationssicherheit in deutschen Verwaltungen erfolgreich stärken kann.

Informationssicherheit lebt davon, dass wir in einem dynamischen Bedrohungsumfeld immer wieder neue Lösungen finden. Und das geht nur, wenn wir voneinander lernen. Mit diesem Award wollen wir genau das fördern und kreative praxisnahe Ansätze vorstellen und auszeichnen.”, erklärt Dr. Alfred Kranstedt, Vorsitzender des NExT e.V.

Auch Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs:

Auf dem Weg zur Cybernation Deutschland lautet unser Credo „Cybersicherheit vor Bürokratie“. Der InfoSec Impact Award öffnet die Bühne für innovative Lösungen, die sowohl der angespannten Bedrohungslage im Cyberraum Rechnung tragen als auch pragmatisch Anwendung finden. Daher macht mit und deckt mit Eurer Cybersicherheitslösung den Bedarf im öffentlichen Sektor! Beim ersten InfoSec Impact Award waren es schon über 20 Einreichungen, ich bin überzeugt, dass da noch mehr geht.“

Der Award richtet sich an Behörden, die mit ihren Projekten konkrete Sicherheitslücken erfolgreich geschlossen haben. Bewertet wird nach drei zentralen Kriterien:

  • Wirksamkeit (50 %): Stärkt die Informationssicherheit und schließt ein Defizit.
  • Nachnutzbarkeit (30 %): Lässt sich leicht auf andere Behörden übertragen.
  • Kontinuierliche Verbesserung (20 %): Optimierung nach dem PDCA-Zyklus.

Eine hochkarätige Jury aus IT-Sicherheits-Expert:innen bewertet die Projekte und bringt Perspektiven aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein. Die besten Projekte werden im Sommer 2026 im Rahmen der Public IT Security Konferenz ausgezeichnet und als Best Practices veröffentlicht.

Mehr Infos zum Award und zu den Einreichungsbedingungen gibt es hier:

InfoSec Impact Award

Recap: Das NExT Netzwerk bei der Smart Country Convention 2025

Bild der NExT Teilnehmer bei der Smart Country Convention 2025

Drei intensive Tage liegen hinter uns: Vom 30. September bis 2. Oktober fand in Berlin die Smart Country Convention statt – und auch in diesem Jahr war NExT mit zahlreichen Beiträgen vertreten.

Am Dienstag sprach Theresa Amberger (NExTnetzwerk) auf dem Panel des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gemeinsam mit Prof. Dr. Engel Arkenau (BMLEH)Steffen Hess (Fraunhofer IESE) und André Göbel (FITKO – Föderale IT-Kooperation) zum Thema „Marktplatz Deutschland.Digital – smarte Lösungen für Stadt und Land“. Ebenfalls am Dienstag diskutierte Theresa Amberger zusammen mit Dr. Astrid Schumacher (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – BSI) und Eva-Kristina Hange (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) über die Bedeutung von Vernetzung für die Cyberresilienz. Moderiert wurde die Runde von Melike Geyik (NExTnetzwerk). Am Nachmittag haben wir zu einem Community-Get-together eingeladen – herzlichen Dank an alle, die dabei waren!

Am Mittwoch moderierte Ann Cathrin Riedel (NExTnetzwerk) das Panel „Impulse aus der Praxis – wie der IT-Planungsrat Digitalisierung strategisch gestaltet“ mit Dr. André Göbel (FITKO)Dr. Martin Hagen (Freie Hansestadt Bremen)Claudia Plattner (BSI)Bernd Schlömer (Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt) und Louisa Solonar-Unterasinger (Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation). Abends sprachen Alfred Kranstedt (Informationstechnikzentrum Bund – ITZBund)André Göbel (FITKO) und Melike Geyik (NExTnetzwerk) über „Transformation durch Vernetzung“ und die Kooperation von FITKO und NExT. Über „Wie Verwaltung Demokratievertrauen stärkt“ referierte NExT-Geschäftsführerin Ann Cathrin Riedel in ihrem Vortrag am letzten Tag der SCCON.

Vielen Dank an alle, die bei unseren Programmpunkten dabei waren – für das Interesse, die Gespräche und den gemeinsamen Austausch!

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Smart Country Convention!

Vielfältige Impulse direkt aus der Praxis: So war das erste „NExT-to-meet-you“

Am 15.05.2025 fand zum ersten Mal unser neues Veranstaltungsformat „NExT-to-meet-you“ statt. Unter dem Motto „Impulse aus der Verwaltung für die Verwaltung“ kamen über 200 Mitarbeitende aus Bund, Ländern und Kommunen auf unserer digitalen Veranstaltungsplattform HyHyve zusammen, um voneinander zu lernen, sich auszutauschen und gemeinsam die digitale Transformation voranzutreiben.

Charmant und professionell begleitet wurde die Veranstaltung vom Moderationsteam Jan Klumb (Stadt Wiesbaden) und Helena Walbröhl (BaFin). Den Auftakt machte Silke Deppmeyer (Exekutivdirektorin des Geschäftsbereichs Innere Verwaltung der BaFin) mit ihrer Keynote „Die Verwaltung von morgen – Kontinuierlich lernen, kommunizieren, digitalisieren und nachhaltig gestalten“. Hier betonte sie, wie wichtig es ist, die vier Säulen des Formats – Kompetenz, Kommunikation, Technologie und Nachhaltigkeit – als ganzheitliches Transformationsfundament zu begreifen. Ihre zentrale Botschaft: Wir alle können aktiv zur Veränderung beitragen – Vernetzung spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Anschließend starteten die ersten inhaltlichen Sessions:

Josephine Bernickel (BMI) sprach mit den Teilnehmenden darüber, wie Veränderungsprozesse in Behörden erfolgreich gestaltet werden können. Gemeinsam wurden zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert und hilfreiche Anwendungen für das Veränderungsmanagement vorgestellt. Die Ergebnisse der Session von Josephine sind hier wiederzufinden.

Christoph Hunkirchen (BaFin) und Tjun Long Mok (SK Hamburg) stellten in ihrer Session die RPA-Modelle ihrer jeweiligen Behörden vor. Dabei erläuterten sie, wie RPA-Modelle die Arbeit effizienter gestalten und wie sie in der eigenen Behörde eingeführt werden können. Die Präsentation der beiden zu den RPA-Modellen gibt es hier.

 

 

Nach der ersten Sessionrunde folgte die spannende Keynote von Anna-Karina Elbert (Leiterin des Büros der Bundeswahlleiterin) in Vertretung von Dr. Ruth Brand (Bundeswahlleiterin). Im Mittelpunkt stand die vorgezogene Neuwahl im Februar 2025. Hier beleuchtete sie sowohl die damit verbundenen Herausforderungen als auch technologische Perspektiven für die zukünftige Durchführung bundesweiter Wahlen.

Austausch, Vernetzung und Bingo

 

Ein besonderes Highlight bildete die anschließende interaktive Netzwerk-Runde, die spielerisch gestaltet war: Mithilfe des „NExT-Verwaltungsbingos“ kamen die Teilnehmenden auf unterhaltsame Weise miteinander ins Gespräch – etwa, indem sie Personen suchten, die erklären konnten, wofür „NOOTS“ steht oder aktuell an der Umsetzung einer OZG-Leistung arbeiten. Dieses Format förderte die informelle Vernetzung und zeigte einmal mehr, wie vielfältig die Verwaltung bereits aufgestellt ist.

Nach der Vernetzungszeit folge die zweite Sessionrunde.

Janou Feikens & Lea Beiermann (beide ZenDiS) sowie Nicolai Ridani (DigitalService) diskutierten, wie Open-Source-Software in der Verwaltung sinnvoll entwickelt oder eingeführt werden kann. Es wurde erarbeitet, welche Erfolgsfaktoren bei der Eigenentwicklung zu beachten sind und wie bestehende Lösungen strategisch ausgewählt werden können. Die Impulse und Methoden aus der Session zur Entwicklung der Open-Source-Software in der Verwaltung sind hier zu finden.

Martina Nolte (Stadt Mönchengladbach) lud in ihrer Session dazu ein, Serendipität – also den glücklichen Zufall – als Innovationstreiber in Projekten zu erkennen und aktiv zu nutzen. Gemeinsam wurde überlegt, wie unerwartete Entdeckungen gezielt gefördert werden können und welche Rahmenbedingungen dafür hilfreich sind. Die Ergebnisse der Session von Martina gibt es hier.

NExT e.V. und BSI verleihen erstmalig den InfoSec Impact Award

Bild der Gewinner des InfoSec Impact Award 2025

Berlin, 18. März 2025 – Am 18. März 2025 wurden im Rahmen der Fachkonferenz „Digitaler Staat“ erstmals die Gewinner:innen des InfoSec Impact Awards von NExT e.V. und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geehrt. Dieser neue Preis zielt darauf ab, die IT-Sicherheit in der öffentlichen Verwaltung gezielt zu fördern. Gewürdigt werden dabei herausragende, in der Verwaltung entwickelte, und für andere nachnutzbare Sicherheitslösungen, die dazu beitragen, Informationssicherheitslücken zu schließen und somit als Vorbilder für andere Institutionen dienen können.

 

„Diese Projekte zeigen, wie durch innovative IT-Sicherheitslösungen in der Verwaltung der digitale Wandel sicher und nachhaltig vorangetrieben werden kann. Die ausgezeichneten Lösungen setzen neue Maßstäbe und sollten als Vorbild dienen.“ erklärt Ann Cathrin Riedel, Geschäftsführerin des NExT e.V.

„Wirkungsvolle Lösungen mit echtem Effekt auf die Cybersicherheit erhöhen die Resilienz der öffentlichen Verwaltung! Der erste InfoSec Impact Award kürt Gewinnerlösungen, die genau das leisten können. Ich freue mich ungemein, dass die erstmalige Ausschreibung des Awards so tollen Zuspruch erfahren hat und wir nun erstmalig diesen Preis vergeben können. Damit rücken wir Informationssicherheit ins Rampenlicht und schaffen einen unmittelbaren Mehrwert für den öffentlichen Sektor in Deutschland!“, sagt Dr. Astrid Schumacher, Fachbereichtsleiterin im BSI, Vorstandsmitglied bei NExT und Co-Initiatorin des Preises.

„Die große Resonanz freut uns sehr und bestätigt die Wichtigkeit, innovative IT-Sicherheitslösungen sichtbarer zu machen. Wir wollen damit Wirkung und Nutzen verstärken und unsere engagierten Mitarbeiter:innen tatkräftig fördern“, betont Yvonne Balzer, Mitglied der Geschäftsleitung der PD, Vorstandsmitglied bei NExT und Co-Initiatorin des Preises.

Die feierliche Preisverleihung zeichnete drei Projekte aus, die durch ihre innovative Herangehensweise und die nachhaltige Verbesserung der Sicherheitsinfrastruktur hervortraten.

2. Platz InfoSec Impact Award 2025

Der 1. Platz ging an das Projekt Heartbeat Emergency Server von der TU Darmstadt (TUDa), das von Jochen Becker, Leiter des TUDa-CERT und stellvertretendem CISO der Universität, verantwortet wird. Heartbeat ermöglicht innerhalb kürzester Zeit die Bereitstellung alternativer Kommunikationswege und eines grundlegenden Identity & Access Managements (IAM) für Institutionen, um so nicht nur die Resilienz zu stärken, sondern auch nach einem IT-Notfall schnell wieder handlungsfähig zu sein. Besonders hervorzuheben ist der dezentral durchführbare Verifikationsprozess, der es ermöglicht, Nutzende nach einer festgelegten Priorisierung sicher zu identifizieren und freizugeben. So wird das Unterwandern des Kommunikationssystems durch Angreifende verhindert. (von links: Rainer Schwebel, Mau Nguyen, Pascal Widera, Dr.-Ing. Johannes Braun (CISO), Jochen Becker (Leiter CERT, stv. CISO), Tanja Bollinger)

 

3. Platz InfoSec Impact Award 2025

Auf dem 2. Platz landete das Projekt ISM Bot der Bundesagentur für Arbeit. Lars Kukuk, Bereichsleiter für Informationssicherheit, verantwortete diese wegweisende KI-Lösung, die das Wissen innerhalb der Informationssicherheitsorganisation der BA intelligent vernetzt und in Sekundenschnelle verfügbar macht. Der ISM Bot unterstützt die Sicherheitsorganisation der BA im PKI-Support, bei Anfragen zur Informationssicherheit oder bei der automatisierten Erstellung von E-Mail-Antworten , wodurch die Effizienz erheblich gesteigert wird. Das System nutzt Open-Source-Komponenten und bietet präzise Antworten, die mit den entsprechenden Quellen verknüpft sind, was die Nachvollziehbarkeit und Effizienz der Arbeit deutlich erhöht. (Lars Kukuk, Geschäftsbereich Informationstechnologie und Digitale Prozesse, Bereichsleiter ISM)

 

3. PlatzInfoSec Impact Award 2025

Den 3. Platz sicherte sich das Projekt GA-Lotse aus Frankfurt am Main, das eine neuartige Open-Source-Anwendungsplattform für den Öffentlichen Gesundheitsdienst darstellt. Verantwortlich für das Projekt sind PD Dr. Peter Tinnemann, Amtsleiter, Stefanie Kaulich, Gesamtverantwortliche und Abteilungsleitung und Bianca Kastl als Product Owner. Der GA-Lotse ist eine neuartige Anwendungsplattform für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die auf einer Zero Trust Sicherheitsarchitektur basiert und nach den Prinzipien Security by Design und Privacy by Design entwickelt wurde. Die modular aufgebaute Lösung umfasst Fachmodule wie die Einschulungsuntersuchung, Hygieneüberwachung und den Infektionsschutz und kann sowohl cloud-native als auch in On-Premises-Umgebungen betrieben werden. Als Open-Source-Software konzipiert, ermöglicht GA-Lotse eine flexible Nachnutzung in anderen Verwaltungen und wird aus Mitteln der EU (NextGenerationEU) gefördert. (oben: PD Dr. Peter Tinnemann & Stefanie Kaulich; unten: Bianca Kastl & Beate Tomann)

Die Jury, die die Preisträger:innen auswählte, bestand aus Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. In der Jury waren Jürgen Renfer (NExT e.V.), Dr. Astrid Schumacher (BSI), Silke Tessmann-Storch (dataport), René Seydel (PD), Prof. Dr. Claudia Eckert (TU München), Manuel ‚HonkHase‘ Atug (KRITIS-Experte) und Dr. Christian Horn (ISB des Auswärtigen Amts).

Mit dieser Preisverleihung wird das Engagement für innovative und nachhaltige IT-Sicherheitslösungen in der Verwaltung anerkannt und gefördert. Die ausgezeichneten Projekte setzen neue Maßstäbe für die digitale Resilienz und die Sicherheit öffentlicher Institutionen. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner:innen!

Titelfoto: © BS/Bildschön