Treffen der NExTcommunity: KI & Digitale Ethik
Am Dienstag, den 14.04.2026, trifft sich die NExTcommunity KI & Digitale Ethik von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr zum nächsten Austausch.
- virtuell
- NExT
Event Details
Di 14.04.26 · 13:00 – 15:00 Uhr
Ansprechpersonen
Tobias Krafft, Marie-Luise Ahlendorf-Schnittcher, Stefan Repplinger
Veranstalter
NExT e. V.
Wir freuen uns sehr auf den gemeinsamen Austausch in unserem nächsten Community-Treffen!
Für dieses Treffen haben wir zwei spannende Impulse auf dem Programm, die einander gut ergänzen:
Generative KI-Systeme in der Verwaltung: Wie gelingt die Nachnutzung? – Jens Tiemann
Ob LLMoin aus Hamburg, BärGPT aus Berlin oder MucGPT aus München – immer mehr Verwaltungen setzen auf eigene GenKI-Systeme oder entwickeln sie sogar selbst. Denn KI-Sprachmodelle unterstützen zentrale Aufgaben der Verwaltung: Dokumente zusammenfassen, recherchieren, Texte verfassen.
Um Parallelentwicklungen zu vermeiden, hat das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) im Auftrag des IT-Planungsrats in einer Vorstudie die Nachnutzungsmöglichkeiten ausgewählter KI-Systeme untersucht. In einem Impuls stellen wir die Studie kurz vor und teilen unsere Erkenntnisse und Empfehlungen. Auf dieser Basis beleuchten wir Themen wie Referenzarchitekturen und Schnittstellen.
Jens Tiemann arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) an den technischen Grundlagen der Digitalisierung. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Bereich Internet und Vernetzung sowie neue Technologien. Ausgehend von einer technischen Perspektive widmet er sich auch der Technikethik und -gestaltung. Jens Tiemann hat Elektrotechnik an der TU Berlin studiert und ist einer der Autor*innen der Vorstudie.
KI entwickelt – und jetzt? Erfolgsfaktoren und Herausforderungen beim KI-Rollout in Bundesbehörden – Tom Evers und Josefine Theden-Schow
Die Einführung von KI-Tools in Behörden scheitert selten an der Technik – sondern an Nutzung, Akzeptanz und fehlendem Changemanagement. In diesem Workshop berichten wir aus der Praxis eines Bundesministeriums, das bereits drei interne KI-Anwendungen (zwei Chatbots und ein Schwärzungstool) im Rollout eingeführt hat – mit Erfahrungen aus einem Jahr sowie aus einer ganz frischen Einführung.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen aus Projektleitungsperspektive: Wie gelingt es, KI-Anwendungen tatsächlich in den Arbeitsalltag zu bringen? Welche Maßnahmen helfen, Schatten-IT zu verringern? Und welche Ansätze haben bei uns nicht funktioniert – trotz guter Absichten?
Nach einem kurzen Erfahrungsimpuls öffnen wir den Raum für den Austausch, diskutieren gemeinsam Erfolgsfaktoren, typische Stolpersteine und Herausforderungen und arbeiten darauf hin, ein gemeinsames Maßnahmenpaket zu skizzieren, das als Orientierung für künftige KI-Rollouts dienen kann.
Tom Evers ist Referent im Referat „Digitale Verwaltung“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Dort beschäftigt er sich mit den organisatorischen Rahmenbedingungen der Digitalisierung in Behörden. Seit 2023 fokussiert er sich auf die Einführung künstlicher Intelligenz in den Verwaltungsalltag und trieb 2025 die Implementierung souverän betriebener Open-Source-KI im BMFTR voran.
Josefine Theden-Schow ist Referentin für Digitalisierung im Referat „Digitale Transformation und Datenlösungen“ im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). In dieser Rolle verantwortet sie Digitalisierungsprojekte mit Schwerpunkt auf der Konzeption und Umsetzung innovativer KI-Anwendungen für die öffentliche Verwaltung.
Bis zum 10. April könnt ihr euch noch für das Community-Treffen anmelden. Wir freuen uns auf euch!