• 26.06.26
  • Aktuelles

NExT vertreten bei der UN Open Source Week 2026

Diese Woche nahm unsere Geschäftsführerin Ann Cathrin Riedel auf Einladung von Amandeep Singh Gill, Under-Secretary-General und Special Envoy for Digital and Emerging Technologies der Vereinten Nationen, an der UN Open Source Week 2026 in New York teil – einer dreitägigen Konferenz, die vom UN Office for Digital and Emerging Technologies (ODET) und UN OICT ausgerichtet wurde.

Den Abschluss des letzten Konferenztages bildete ein Panel, das Ann Cathrin zur zentralen Frage der Veranstaltung leitete:

Strategic Independence Across Layers of Governance

– oder, wie wir in Deutschland und der EU gerne sagen: digitale Souveränität.

Auf dem Panel diskutierten UN Open Source WeekIndra Pradana Singawinata (Secretary-General, Asian Productivity Organization), Yoon Choi Barker (Deputy Director General, Information Technology Department, Asian Development Bank), Mike Milinkovich (Executive Director, Eclipse Foundation), Nithya Ruff (Chair, Linux Foundation Board) und Brian Behlendorf (Independent Advisor and Board Director) – Pioniere aus internationalen Organisationen und der Open-Source-Welt, die diese Entwicklung seit Jahren mitgestalten.

Was das Panel deutlich gemacht hat: Die Fragen, die wir in Deutschland diskutieren, sind keine deutschen Fragen. Sie sind universell.

Auf dem Panel diskutierten die Teilnehmenden, wie sie Open Source so in nationale und regionale Digitalstrategien verankern können, dass es mehr als ein technisches Nischenprojekt bleibt. Sie tauschten sich darüber aus, wie Verwaltungen ihre Entscheiderinnen und Entscheider befähigen können, bei der Technologieauswahl die richtigen Fragen zu stellen und die richtigen Antworten einzufordern. Ebenso stand die Frage im Mittelpunkt, wie Politik und Verwaltung Rahmenbedingungen schaffen können, in denen Open Source zur Regel wird und proprietäre Alternativen ihre Vorteile begründen müssen.

Dass Expertinnen und Experten aus aller Welt diese Fragen unter dem Dach der Vereinten Nationen gemeinsam diskutieren, zeigt: Der internationale Konsens wächst. Für uns lohnt sich dieser Austausch nicht nur, um unsere Erfahrungen einzubringen, sondern vor allem, um voneinander zu lernen – denn weltweit stehen wir vor denselben Herausforderungen.

Bereits am zweiten Konferenztag war Ann Cathrin Teil des Panels

„Women Building Digital: The GovStack Women in GovTech Challenge”

– gemeinsam mit Andrea Donath (Programme Lead, GovStack Initiative, GIZ), Puja Raghavan (Advisor GovStack, GIZ), Nele Leosk (Lead, Knowledge Hub Digital, European Commission), Tobi Kasali (Senior Analyst, ODET) und Walid Mathlouthi (Head of Future Networks and Spectrum Management, ITU).

Ann Cathrin begleitet GovStack bereits seit ihrer Zeit im Beirat zur Umsetzung der Digitalstrategie der Bundesregierung in der letzten Legislaturperiode. Umso spannender war es, das Projekt nun im internationalen Kontext wiederzutreffen und gemeinsam mit Frauen zu diskutieren, die sich mit großer fachlicher Tiefe und Leidenschaft damit beschäftigen, wie sich Architekturen und Standards in Verwaltungen konkret umsetzen lassen. Dabei wurde deutlich, dass die Perspektive von Frauen auf diese Infrastrukturfragen nicht optional, sondern unverzichtbar ist.