Vielfältige Impulse direkt aus der Praxis: So war das erste „NExT-to-meet-you“

Am 15.05.2025 fand zum ersten Mal unser neues Veranstaltungsformat „NExT-to-meet-you“ statt. Unter dem Motto „Impulse aus der Verwaltung für die Verwaltung“ kamen über 200 Mitarbeitende aus Bund, Ländern und Kommunen auf unserer digitalen Veranstaltungsplattform HyHyve zusammen, um voneinander zu lernen, sich auszutauschen und gemeinsam die digitale Transformation voranzutreiben.

Charmant und professionell begleitet wurde die Veranstaltung vom Moderationsteam Jan Klumb (Stadt Wiesbaden) und Helena Walbröhl (BaFin). Den Auftakt machte Silke Deppmeyer (Exekutivdirektorin des Geschäftsbereichs Innere Verwaltung der BaFin) mit ihrer Keynote „Die Verwaltung von morgen – Kontinuierlich lernen, kommunizieren, digitalisieren und nachhaltig gestalten“. Hier betonte sie, wie wichtig es ist, die vier Säulen des Formats – Kompetenz, Kommunikation, Technologie und Nachhaltigkeit – als ganzheitliches Transformationsfundament zu begreifen. Ihre zentrale Botschaft: Wir alle können aktiv zur Veränderung beitragen – Vernetzung spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Anschließend starteten die ersten inhaltlichen Sessions:

Josephine Bernickel (BMI) sprach mit den Teilnehmenden darüber, wie Veränderungsprozesse in Behörden erfolgreich gestaltet werden können. Gemeinsam wurden zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert und hilfreiche Anwendungen für das Veränderungsmanagement vorgestellt. Die Ergebnisse der Session von Josephine sind hier wiederzufinden.

Christoph Hunkirchen (BaFin) und Tjun Long Mok (SK Hamburg) stellten in ihrer Session die RPA-Modelle ihrer jeweiligen Behörden vor. Dabei erläuterten sie, wie RPA-Modelle die Arbeit effizienter gestalten und wie sie in der eigenen Behörde eingeführt werden können. Die Präsentation der beiden zu den RPA-Modellen gibt es hier.

 

 

Nach der ersten Sessionrunde folgte die spannende Keynote von Anna-Karina Elbert (Leiterin des Büros der Bundeswahlleiterin) in Vertretung von Dr. Ruth Brand (Bundeswahlleiterin). Im Mittelpunkt stand die vorgezogene Neuwahl im Februar 2025. Hier beleuchtete sie sowohl die damit verbundenen Herausforderungen als auch technologische Perspektiven für die zukünftige Durchführung bundesweiter Wahlen.

Austausch, Vernetzung und Bingo

 

Ein besonderes Highlight bildete die anschließende interaktive Netzwerk-Runde, die spielerisch gestaltet war: Mithilfe des „NExT-Verwaltungsbingos“ kamen die Teilnehmenden auf unterhaltsame Weise miteinander ins Gespräch – etwa, indem sie Personen suchten, die erklären konnten, wofür „NOOTS“ steht oder aktuell an der Umsetzung einer OZG-Leistung arbeiten. Dieses Format förderte die informelle Vernetzung und zeigte einmal mehr, wie vielfältig die Verwaltung bereits aufgestellt ist.

Nach der Vernetzungszeit folge die zweite Sessionrunde.

Janou Feikens & Lea Beiermann (beide ZenDiS) sowie Nicolai Ridani (DigitalService) diskutierten, wie Open-Source-Software in der Verwaltung sinnvoll entwickelt oder eingeführt werden kann. Es wurde erarbeitet, welche Erfolgsfaktoren bei der Eigenentwicklung zu beachten sind und wie bestehende Lösungen strategisch ausgewählt werden können. Die Impulse und Methoden aus der Session zur Entwicklung der Open-Source-Software in der Verwaltung sind hier zu finden.

Martina Nolte (Stadt Mönchengladbach) lud in ihrer Session dazu ein, Serendipität – also den glücklichen Zufall – als Innovationstreiber in Projekten zu erkennen und aktiv zu nutzen. Gemeinsam wurde überlegt, wie unerwartete Entdeckungen gezielt gefördert werden können und welche Rahmenbedingungen dafür hilfreich sind. Die Ergebnisse der Session von Martina gibt es hier.

Publikation: Erfolgsfaktor Community of Practice in der öffentlichen Hand

Titelbild zu Erfolgsfaktoren Community of Practice in der öffentlichen Hand

Wie Netzwerke die Verwaltungstransformation vorantreiben

Netzwerke und Communities of Practice (CoPs) sind mehr als nur Austauschformate. Sie können ein entscheidender Hebel für die Modernisierung der Verwaltung sein. Unsere neue Studie zeigt: Wo Verwaltungsmitarbeitende sich vernetzen, entstehen neue Perspektiven, Wissen zirkuliert, und übergreifende Zusammenarbeit wird möglich.

Auf Basis von 31 qualitativen Interviews mit Mitgliedern der NExT-Community sowie einer Online-Befragung von 510 Verwaltungsmitarbeitenden untersucht die Studie den konkreten Mehrwert von Netzwerken für die Verwaltungstransformation und identifiziert zugleich zentrale Hürden: unter anderem mangelnde Veränderungsbereitschaft, starre Strukturen, fehlende digitale Kompetenzen und Ressourcenengpässe.

Die Ergebnisse machen deutlich, welche Rolle Netzwerke beim Wissensaufbau, beim Überwinden von Silodenken und beim Schaffen gemeinsamer Lösungen spielen können. Dabei wird auch klar: Erfolgreiches Netzwerken braucht gute Rahmenbedingungen, von Zeit über Führungsunterstützung bis hin zu einer offenen Wissenskultur.

Die Studie bietet fundierte Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Community-Organisator:innen und richtet sich an alle, die Netzwerke strategisch nutzen und stärken wollen.

Jetzt die Publikation lesen und erfahren, wie Netzwerke die Verwaltung in Bewegung bringen.

Hier geht es zu den Veröffentlichungen

Mit Digital Lots:innen-Programmen den Kulturwandel in der Verwaltung gestalten

Template Orientierung

Praxisleitfaden für Digital Lots:innen-Programme in der Verwaltung

Die Digitalisierung der Verwaltung erfordert neben technologischen Innovationen auch den gezielten Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen innerhalb der öffentlichen Hand um Verwaltungsmitarbeiter:innen in die Lage zu versetzen, die digitale Transformation aktiv mitzugestalten. Ein Ansatz zur Förderung digitaler Expertise, der bereits auf unterschiedlichen föderalen Ebenen erprobt wurde, sind die Digital Lots:innen (DL). Durch spezielle Ausbildungsprogramme sollen Mitarbeiter:innen dazu befähigt werden, digitale Transformationsprozesse in der Verwaltung voranzutreiben.

Warum Digital Lots:innen-Programme wichtig sind

DL-Programme können den Kulturwandel in der Verwaltung unterstützen, indem sie Mitarbeiter:innen befähigen, über ihr ursprüngliches Aufgabenfeld hinaus Verantwortung zu übernehmen und neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben. Sie fördern Eigeninitiative, vernetzen verschiedene Ressorts und Bereiche und schaffen Raum für eine lernorientierte Verwaltungskultur.

Zur Handreichung

Die hier veröffentlichte Handreichung ist das Ergebnis eines vom Bundesministerium des Innern und für Heimat geförderten Projekts, das von Mai 2024 bis März 2025 vom NExT e.V. durchgeführt wurde. Die Handreichung bündelt zentrale Erkenntnisse aus einer Analyse bestehender DL-Programmen und unterstützt bei der Implementierung neuer DL-Programme, indem sie Herausforderungen und bewährte Lösungsansätze sichtbar macht.

Inhalte der Handreichung

Dargestellt werden verschiedene Gestaltungsansätze für Ausbildungsprogramme, Rollen- und Tätigkeitsprofile fertig ausgebildeter DL sowie Erfahrungswerte und Best Practices aus der Praxis. So eröffnet die Handreichung konkrete Handlungsspielräume und ermöglicht einen fundierten, praxisnahen Einblick in die Umsetzung von DL-Programmen.

Mehr erfahren

Weitere Informationen zu DL-Programmen und ihrem Mehrwert findest Du in der Handreichung!

Hier die Publikation direkt herunterladen

NExT e.V. und BSI verleihen erstmalig den InfoSec Impact Award

Bild der Gewinner des InfoSec Impact Award 2025

Berlin, 18. März 2025 – Am 18. März 2025 wurden im Rahmen der Fachkonferenz „Digitaler Staat“ erstmals die Gewinner:innen des InfoSec Impact Awards von NExT e.V. und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geehrt. Dieser neue Preis zielt darauf ab, die IT-Sicherheit in der öffentlichen Verwaltung gezielt zu fördern. Gewürdigt werden dabei herausragende, in der Verwaltung entwickelte, und für andere nachnutzbare Sicherheitslösungen, die dazu beitragen, Informationssicherheitslücken zu schließen und somit als Vorbilder für andere Institutionen dienen können.

 

„Diese Projekte zeigen, wie durch innovative IT-Sicherheitslösungen in der Verwaltung der digitale Wandel sicher und nachhaltig vorangetrieben werden kann. Die ausgezeichneten Lösungen setzen neue Maßstäbe und sollten als Vorbild dienen.“ erklärt Ann Cathrin Riedel, Geschäftsführerin des NExT e.V.

„Wirkungsvolle Lösungen mit echtem Effekt auf die Cybersicherheit erhöhen die Resilienz der öffentlichen Verwaltung! Der erste InfoSec Impact Award kürt Gewinnerlösungen, die genau das leisten können. Ich freue mich ungemein, dass die erstmalige Ausschreibung des Awards so tollen Zuspruch erfahren hat und wir nun erstmalig diesen Preis vergeben können. Damit rücken wir Informationssicherheit ins Rampenlicht und schaffen einen unmittelbaren Mehrwert für den öffentlichen Sektor in Deutschland!“, sagt Dr. Astrid Schumacher, Fachbereichtsleiterin im BSI, Vorstandsmitglied bei NExT und Co-Initiatorin des Preises.

„Die große Resonanz freut uns sehr und bestätigt die Wichtigkeit, innovative IT-Sicherheitslösungen sichtbarer zu machen. Wir wollen damit Wirkung und Nutzen verstärken und unsere engagierten Mitarbeiter:innen tatkräftig fördern“, betont Yvonne Balzer, Mitglied der Geschäftsleitung der PD, Vorstandsmitglied bei NExT und Co-Initiatorin des Preises.

Die feierliche Preisverleihung zeichnete drei Projekte aus, die durch ihre innovative Herangehensweise und die nachhaltige Verbesserung der Sicherheitsinfrastruktur hervortraten.

2. Platz InfoSec Impact Award 2025

Der 1. Platz ging an das Projekt Heartbeat Emergency Server von der TU Darmstadt (TUDa), das von Jochen Becker, Leiter des TUDa-CERT und stellvertretendem CISO der Universität, verantwortet wird. Heartbeat ermöglicht innerhalb kürzester Zeit die Bereitstellung alternativer Kommunikationswege und eines grundlegenden Identity & Access Managements (IAM) für Institutionen, um so nicht nur die Resilienz zu stärken, sondern auch nach einem IT-Notfall schnell wieder handlungsfähig zu sein. Besonders hervorzuheben ist der dezentral durchführbare Verifikationsprozess, der es ermöglicht, Nutzende nach einer festgelegten Priorisierung sicher zu identifizieren und freizugeben. So wird das Unterwandern des Kommunikationssystems durch Angreifende verhindert. (von links: Rainer Schwebel, Mau Nguyen, Pascal Widera, Dr.-Ing. Johannes Braun (CISO), Jochen Becker (Leiter CERT, stv. CISO), Tanja Bollinger)

 

3. Platz InfoSec Impact Award 2025

Auf dem 2. Platz landete das Projekt ISM Bot der Bundesagentur für Arbeit. Lars Kukuk, Bereichsleiter für Informationssicherheit, verantwortete diese wegweisende KI-Lösung, die das Wissen innerhalb der Informationssicherheitsorganisation der BA intelligent vernetzt und in Sekundenschnelle verfügbar macht. Der ISM Bot unterstützt die Sicherheitsorganisation der BA im PKI-Support, bei Anfragen zur Informationssicherheit oder bei der automatisierten Erstellung von E-Mail-Antworten , wodurch die Effizienz erheblich gesteigert wird. Das System nutzt Open-Source-Komponenten und bietet präzise Antworten, die mit den entsprechenden Quellen verknüpft sind, was die Nachvollziehbarkeit und Effizienz der Arbeit deutlich erhöht. (Lars Kukuk, Geschäftsbereich Informationstechnologie und Digitale Prozesse, Bereichsleiter ISM)

 

3. PlatzInfoSec Impact Award 2025

Den 3. Platz sicherte sich das Projekt GA-Lotse aus Frankfurt am Main, das eine neuartige Open-Source-Anwendungsplattform für den Öffentlichen Gesundheitsdienst darstellt. Verantwortlich für das Projekt sind PD Dr. Peter Tinnemann, Amtsleiter, Stefanie Kaulich, Gesamtverantwortliche und Abteilungsleitung und Bianca Kastl als Product Owner. Der GA-Lotse ist eine neuartige Anwendungsplattform für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die auf einer Zero Trust Sicherheitsarchitektur basiert und nach den Prinzipien Security by Design und Privacy by Design entwickelt wurde. Die modular aufgebaute Lösung umfasst Fachmodule wie die Einschulungsuntersuchung, Hygieneüberwachung und den Infektionsschutz und kann sowohl cloud-native als auch in On-Premises-Umgebungen betrieben werden. Als Open-Source-Software konzipiert, ermöglicht GA-Lotse eine flexible Nachnutzung in anderen Verwaltungen und wird aus Mitteln der EU (NextGenerationEU) gefördert. (oben: PD Dr. Peter Tinnemann & Stefanie Kaulich; unten: Bianca Kastl & Beate Tomann)

Die Jury, die die Preisträger:innen auswählte, bestand aus Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. In der Jury waren Jürgen Renfer (NExT e.V.), Dr. Astrid Schumacher (BSI), Silke Tessmann-Storch (dataport), René Seydel (PD), Prof. Dr. Claudia Eckert (TU München), Manuel ‚HonkHase‘ Atug (KRITIS-Experte) und Dr. Christian Horn (ISB des Auswärtigen Amts).

Mit dieser Preisverleihung wird das Engagement für innovative und nachhaltige IT-Sicherheitslösungen in der Verwaltung anerkannt und gefördert. Die ausgezeichneten Projekte setzen neue Maßstäbe für die digitale Resilienz und die Sicherheit öffentlicher Institutionen. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner:innen!

Titelfoto: © BS/Bildschön

Netzwerken als Erfolgsfaktor für die digitale Transformation der Verwaltung

Warum Netzwerken?
Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung ist mehr als eine technische Herausforderung – sie erfordert Zusammenarbeit, Wissenstransfer und den gemeinsamen Austausch von Erfahrungen. Netzwerke spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie bringen Menschen zusammen, fördern Innovation und erleichtern den Wissenstransfer über Verwaltungsgrenzen hinweg.

 

Doch Netzwerken auch während der Arbeitszeit?

Unsere Antwort: Ja, unbedingt!

Damit ihr diesen Mehrwert auch gegenüber Kolleg:innen und Vorgesetzten verdeutlichen könnt, haben wir einen kompakten One-Pager erstellt. Dieser zeigt auf, warum Netzwerkarbeit ein wichtiger Bestandteil der Verwaltungsmodernisierung ist – und wie sie die digitale Transformation beschleunigt.

Unser Vorstandsvorsitzender Dr. Alfred Kranstedt und unser Schirmherr Dr. Markus Richter, Staatssekretär im BMI & CIO Bund, stehen hinter diesem Ansatz und unterstützen euer Engagement bei NExT e.V.

Hier den Onepager direkt herunterladen

Überblick über Vernetzungs-Angebote für Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung 

Zum Download der Übersichts-Liste mit allen Vernetzungsangeboten bitte einmal ganz nach unten scrollen.

Im Rahmen der vom BMI geförderten NExT-Studie zu den Mehrwerten des Netzwerkens in der Verwaltung („Erfolgsfaktor Community of Practice in der öffentlichen Hand“) wurden verschiedene Vernetzungsangebote gesammelt, die sich an Verwaltungsmitarbeitende richten und sich im weitesten Sinne mit Transformationsthemen befassen.

Damit möglichst viele Personen von diesen Angeboten profitieren können, ist ihre Bekanntheit ein entscheidender Faktor. Gleichzeitig hat die Studie gezeigt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten es schwierig macht, den Überblick zu behalten und das passende Angebot für die eigene Arbeit und individuelle Situation zu finden.

Diese Liste soll dabei helfen, Orientierung zu bieten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Sie umfasst eine Vielzahl an Formaten – von klassischen Netzwerken und Communities über Konferenzen und andere punktuelle Veranstaltungen bis hin zu Innovationslaboren und Online-Plattformen. Zudem zeigt sie die Reichweite der Angebote (von regional bis international) sowie die beteiligten Zielgruppen (ausschließlich Verwaltungsmitarbeiter:innen oder mit Akteuren aus anderen Sektoren).

Hier geht es direkt zur Übersichts-Liste