• 30.04.26
  • Aktuelles

Für eine vernetzte und zukunftsfähige Verwaltung von morgen: Das war das „NExT-to-meet-you #2“

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr wurde unser Veranstaltungsformat „NExT-to-meet-you“ fortgeführt und ging am 21. April 2026 in die zweite Runde. Erneut kamen Mitarbeitende aus Bund, Ländern und Kommunen auf der digitalen Plattform HyHyve zusammen, um sich über die digitale Transformation der Verwaltung auszutauschen. Im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung standen zentrale Zukunftsfragen der Verwaltung: Wie gelingt es Verwaltungen die Perspektive der Nutzer einzunehmen? Welche Formen der Zusammenarbeit braucht es zwischen den föderalen Ebenen? Und wie können Verwaltungen trotz „Dauerkrisen“ veränderungsfähig zu bleiben? Ganz nach dem Motto „Nice to meet you“ gab es auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit, sich digital zu begegnen und miteinander in den Austausch zu treten.

Den Rahmen für die Veranstaltung setzten Helena Walbröhl (BaFin), Jan Klumb (Stadt Wiesbaden) und Dirk Meyer-Claasen (Senatskanzlei Berlin), die uns souverän durch das Programm führten.

Als Auftakt durften wir uns über eine Keynote von Prof. Daniela Hensel (HTW Berlin) freuen. Sie machte deutlich, wie wichtig es ist, die „Brille“ der Nutzer aufzusetzen, um Verwaltungsprozesse aus deren Perspektive zu verstehen und weiterzuentwickeln. Ein gemeinsamer Kompass bietet dabei Chancen, bestehende Unsicherheiten im komplexen System der Verwaltung zu reduzieren.

Austausch, Vernetzung – ganz digital mit dem eigenen Avatar

In der darauffolgenden Vernetzungszeit öffneten wir den Raum für die Teilnehmenden, sich frei auf der digitalen Karte zu bewegen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das anschließende Panel brachte Ralph Brinkhaus, MdB (Sprecher und Vorsitzender der AG Staatsmodernisierung, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag) und Bijan Kaffenberger (Mitglied des Hessischen Landtags, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion), Maren Busch (BMI) und Maral Koohestanian (Stadt Wiesbaden) zusammen, die sich der Frage widmeten, wie Bund, Länder und Kommunen den digitalen Wandel gemeinsam gestalten können – mit dem Ziel, von einem Nebeneinander zu einem Miteinander zu gelangen. Denn digitale Transformation gelingt nur gemeinsam: mit verbindlichen Standards, klar definierten Zuständigkeiten und interoperablen Lösungen.

Dabei wurde betont, dass Digitalisierung weniger an technischen Möglichkeiten scheitert als vielmehr an fehlenden Abstimmungs- und Kooperationsstrukturen. Gleichzeitig zeigte sich auch ein breiter Konsens darüber, dass föderale Strukturen durch stärkere Bündelung und konsequente Nachnutzung bereits vorhandener Lösungen effizienter gestaltet werden können. Die Diskussion machte deutlich: Entscheidend für eine erfolgreiche Transformation ist nicht die Zentralisierung einzelner Leistungen, sondern die Entwicklung einer gemeinsamen, tragfähigen Architektur.

Im Rahmen der zweiten Keynote beleuchtete Dr. Florian Rauser (BfS) die Frage, wie Verwaltungen unter der Bedingung bestehender Krisen veränderungsfähig bleiben. Entscheidend dafür ist es, die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt zu stellen und drei zentrale Hebel zu beachten, um sie für Veränderungen zu gewinnen: Hinhören, um Stimmungen und Bedarfe in der Organisation wahrzunehmen; das Verbinden von Silos, um Zuständigkeiten und vorhandene Lösungen sichtbar zu machen; sowie Führung, die einerseits das Stabilitätsbedürfnis der Mitarbeiter sichert und andererseits Veränderungen in der Organisation vorantreibt.

In den darauffolgenden Sessions konnten die Teilnehmenden einer von vier spannenden Sessions beitreten. Die Themen reichten von typischen Risiken in Verwaltungsprojekten über die Frage, wie Kommunen ihre Spielräume in der Digitalisierung besser nutzen können, bis hin zu Erfahrungen mit agilen Arbeitsweisen in eher klassischen Projektstrukturen und der Frage, wie das Verwaltungshandeln künftig sinnvoll dokumentiert werden kann.

Nach einer kurzen Vorstellung der Ergebnisse, die in den Sessions erarbeitet wurde, gab es noch reichlich Zeit, um sich untereinander weiter kennenzulernen und zu vernetzten.

Wir danken allen Referentinnen und Referenten sowie allen Teilnehmenden herzlich für ihre Beiträge und Impulse. Wir freuen uns bereits auf das nächste „NExT-to-meet-you“ und darauf, den gemeinsamen Dialog zur digitalen Transformation der Verwaltung nächstes Jahr fortzusetzen.